25. Juni 2020 – Moseltour für Weinliebhaber

Unfassbar aber wahr. Wir leben noch! Nach 5 Jahren gibt es wieder was von uns zu lesen.

Vom 25.06.2020 bis 28.06.2020 haben wir die Mosel unsicher gemacht.
Ein Bericht, der beschreibt, dass Corona auch seine guten Seiten haben kann. Corona verbindet und bringt Spaß!

Tag 1:
Und wieder haben wir die Zosse Truppe mobilisiert und trafen uns am 25.06.2020 zum gemeinsamen Radausflug.
Im Karlsruher Hauptbahnhof auf Gleis 102 mit Zielabfahrt um 15.06 Uhr ging es los in Richtung Trier. Andi, Gunther, Torte, Steffen, Markus, Mic unsere Gast-Zossen Alex und Nico. Manu sollte am nächsten Tag hinzustoßen und unser Präsident Nobse war in Gedanken dabei. Er ließ es sich nicht nehmen einen Beitrag für unsere Klassenkasse zu spenden.
In Trier angekommen hatte Mic eine super Bahnhofskneipe unweit des Ausgangs entdeckt zu der er uns auch gleich zum gemeinsamen Bier lotste. Nach ein paar Runden fuhren wir dann erschöpft ganze 1,82 km und 10 Höhenmeter ins Schroeders City Style Hotel.
Einen herrlichen Sommerabend verbrachten wir mit Pizzaessen und weiteren Kaltspeisen aus Gläsern beim Italiener Donna Mia am Kornmarkt. In Rheinland-Pfalz herrschte ab 0 Uhr Sperrstunde was den Alkoholkonsum erheblich einschränkte.
Erschöpft von den vielen Zugkilometern fielen alle erschöpft um kurz nach 0 Uhr ins Bett. Allerdings nicht alle, Niko und Torte schlichen sich noch zu Steffen und Mic. Glücklicherweise hatte unser Zosse Steffen noch die ein oder andere Dose auf dem Zimmer um nicht ganz so durstig ist Bett zu liegen.

Tag 2: Heute sollte es auf einer 65 km langen Gesamtstrecke von Trier nach Bernkastel-Kues gehen. Nach dem reichhaltigen Frühstück, nämlich keinem, sind wir los geradelt und machten nach ca. 8 km die erste Rast am Yachthafen von Schweich. Es war der Einstieg in das Weingeschäft. Nach dem genüsslichen Einstand von Alex radelten wir weiter. Mittagspause machten wir im Landgasthaus Hungaricum mit Pommes und lecker Schorle. Nicht vergessen darf man, dass bei diesem Stopp auch die ersten Performanceeinstellungen am Material vorgenommen wurden. Mic musste aufgrund eines Schuhfehlers, als sich Sohle vom Oberteil lösten, auf sportliche Adiletten umsteigen. Leider konnten wir nach der Pause nicht sofort weiterfahren. Es kam der erste laute Aufschrei von Niko „Leute, ich habe ein Problem“ – er hatte nämlich einen platten Reifen. Nach dem Ersthelfer Steffen den Schlauch gewechselt hatte, waren alle, insbesondere Niko, glücklich. Nach weiteren 5 km rief Niko „Leute, ich habe wieder ein Problem“. Jetzt machten sich die Experten auf die Recherche was das Problem war. Nachdem erkannt wurde, dass das lose Felgenband für die ständigen Löcher im Schlauch verantwortlich war – machten sich Steffen und Torte mit den Hinterrad auf zum Fahrradverleih Lonien in Mehring. Die anderen ruhten sich im Café am Moselufer in Detzem aus bei einem Weinchen. Niko trug sein Einrad zu den anderen. Getreu dem Motto: Wer sein Rad liebt – der schiebt oder trägt.

Nachdem keiner mehr ein Problem hatte, war das Wetter inzwischen ein Problem. Wir rasten die letzten 30 km dem Gewitter davon, entkamen diesem aber nicht ganz und fuhren die letzten 10 Minuten im strömenden Regen zum Hotel Alt Cues. Nass wie die Hunde angekommen warteten wir auf unseren letzten Radfahrer Manu, den es noch etwas länger im warmen Nass erwischt hat. Beim guten Abendessen mit Schnitzelplatte und Pommes – es wurde geschaufelt – kam auch die ein oder andere emotionale Diskussion auf. Es ging darum, wo wir unsere Weihnachtsfeier machen. Nachdem sich ein Hotelgast über unsere Lautstärke beschwert hat, brachen wir in den wohl schönsten Gewölbekeller an der Mosel auf.
Um 23:15 Uhr hatte Torte dann noch die glorreiche Idee eine 6 er Weinprobe zu machen. Danke Torte für die Idee und Danke Manu, dass du den Keller auf deiner Fahrt zum Hotel entdeckt hast.
Zurück im Hotel wollten wir noch einen kleinen Abschlussdrink nehmen – nachdem wir auch dort aufgrund unserer Lautstärke ermahnt wurden gingen wir erschöpft ins Bett.

Tag 3: Von Bernkastel-Kues fuhren wir weiter Richtung Cochem. Die Strecke sollte 85 km sein und ein paar weniger Pausen als die gefühlten 25 vom Vortag beinhalten.
Da laut Wetterbericht 2 Stunden Regen für die Mittagszeit gemeldet wurden, war unser Ziel morgens Strecke zu machen um dann eine längere Regenpause einzulegen.
Nach zirka 40 km machten wir dann unsere erste längere Rast, aber von Regen war keine Spur. An diesem Tag hatten wir auch nur ein kleineres technisches Problem mit dem Andis Kettenumwerfer. Mit ein paar Handgriffen, Imbus und Kreuzschlitz löste Torte den Defekt meisterlich. Natürlich gab es wieder sehr viel Wein auf der Strecke.
Durch die bereits zur Mittagszeit zurückgelegten Kilometer blieb uns an diesem Tag noch mehr Zeit uns dem Weingenuss hinzugeben. Das Besondere allerdings war die Musikauswahl der beiden Herren Torte und Andi. Andi fuhr mit Foxantrieb, da seine Playlist viel Schlager vor allem von Andrea Berg beinhaltete. Ab und zu kamen dann ein paar musikalische Hip-Hop Ausrutscher dazwischen, die ihn zum „Oberreuter Assi“ machten. Wir fanden es lustig. Torte dagegen trumpfte auf mit seinen 90 er Hits und Deutschrock auf, somit war auch er glücklich. Zum Gästehaus Ziemons ging es nochmal ziemlich bergauf. Nach 18 Flaschen Wein war das eine wahre Herausforderung. Abends füllten wir unsere Mägen im La Baia Restaurant um anschließend weiterzuziehen. Es ging noch in eine schöne, assige, verrauchte Holländer-Kneipe namens TÖFF-TÖFF. Bei Kölsch und holländischer Musik ließen wir den Abend ausklingen.

Tag 4: Von Flohstichen übersät gings dann um 11.00 Uhr mit der Bahn zurück nach Karlsruhe.

Insgesamt war es ein total geiler Ausflug – nur unter Männern – der trotz Covid-19 sau viel Spaß, Stimmung und gute Laune gemacht hat. An der Stelle auch nochmals ein großes Dankeschön an Steffen für die super Planung, Buchung und Guiding.